André Heller-Lopes studierte Musik- und Theaterwissenschaften an der Musikhochschule der Universidade Federal do Rio de Janeiro, wo er seit 1996 auch Opernschauspiel und -geschichte unterrichtet. Dort leitete er ebenfalls ein Opernensemble, dass sich an junge Künstler und ein junges Publikum richtete. Seit 2009 ist André Heller-Lopes Künstlerischer Leiter des neuen Opern Studios beim Teatro São Carlos in Lissabon, wo er die erfolgreichen Neuinszenierungen von  Dido & Aeneas, Respighis La Bella Dormente nel Bosco, Rossinis l'Occasione fa il ladro und Bernsteins Trouble in Tahiti leitete. 2010 hatte André sein Regiedebüt am Haus für Mozart mit der Neuinszenierung von Tosca, "[...] eine ergreifende, ja mitreißende und intensiv auf das menschliche Schicksal der Protagonisten abstellende Interpretation."  Heller-Lopes " [...] befreite das Stück zu einem erheblichen Maß von der oft allzu religiösen Schwerpunktsetzung und hob es auf die unmittelbar nachvollziehbare politische Ebene, auf der man sich als Zuschauer sofort in die tragische Lage der drei Hauptfiguren Tosca, Cavaradossi und Scarpia, aber auch des Angelotti, hinein versetzen konnte." (Der Neue Merker).

Seit kurzem hat André sein Doktorat beim Kings College im London abgeschlossen. 

2001 nahm André beim Merola Program der San Francisco Opera teil, und assistierte John Copley bei Cosí Fan Tutte. Später leitete er dessen Wiederaufnahme für die Western Opera Theater National Tour und arbeitete zusammen mit Copley an Il Pirata an der New York Metropolitan Opera.

André führte Regie in Rio de Janeiro, São Paulo, Belo Horizonte, Brasília und Manaus: u.a. Cavalleria Rusticana (Mascagni), Die Dreigroschenoper (Weill), Canticles (Britten), L’Oca del Cairo/Der Schauspieldirektor (Mozart), Kindertotenlieder (Mahler), La Tragédie de Carmen (Bizet/Constant), La Traviata und Viva Verdi (Verdi). Außer dem traditionellen Repertoire inszenierte André die Uraufführung von neuen brasilianischen Opern, wie Rippers Domitila (Kunstpreis des Kritikerverbands, 2001) und Anjo Negro, Bernstein-Seixas Caixeiro da Taverna, Francis Himes Palavras Populares und Villani-Cortes Cantatas Políticas. 2003 wurde er als Nachwuchskünstler für den Prêmio Carlos Gomes Preis nominiert.


Im gleichen Jahr wurde André Heller-Lopes als Regisseur beim Royal Opera House Covent Garden für das  Young Artists Programme engagiert. Dort war er Regieassistent bei Madama Butterfly, Sweeney Todd, The Tempest, The Rape of Lucretia, Ariadne auf Naxos, Tosca, Così Fan Tutte, La Forza del Destino, La Traviata, Die Walküre, Un Ballo in Maschera, Orphée und La Bohème. Als Regisseur inszenierte er Tagesbuch eines Verschollenen (Janácek) und Cinq Poèmes de Baudelaire (Debussy), sowie Konzertanteaufführungen von Ullmanns Der Kaiser von Atlantis und den ersten Akt von Mozarts Così Fan Tutte. Nach Ende seines Engagements kehrte er für die Wiederaufnahme von Un Ballo in Maschera nach Covent Garden zurück.

Weitere Regiearbeit folgte 2006 mit Idomeneo beim Theatro Municipal do Rio de Janeiro, Andrea Chénier beim Teatro Municipal de São Paulo, eine Doppelvorstellung von Mozart und Salieri (Rimsky-Korsakov) mit Requiem (Mozart) beim Festival International de Campos do Jordão als auch Mozarts Der Schauspieldirektor, eine Konzertanteaufführungmit dem Orquestra Sinfônica Brasileira. 2007 und 2008 wurde er wieder vom Teatro Municipal de São Paulo eingeladen die Neuinszenierung von La Fille du Régiment, Ariadne auf Naxos und Samson et Dalila zu leiten, auch Neuinszenierung von Janáceks Tagesbuch eines Verschollenen,  Chabriers Une Education Manquée und Holsts Savitri oder Marco Portugals As Damas Trocadas im Rio de Janeiro und Brasilia.